Bewertungsportale im Vergleich
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Positive Bewertungen schaffen Kundenvertrauen, stärken die Reputation Ihres Unternehmens und locken potenzielle Bewerber an. Kurzum: Sie sind in der heutigen Arbeitswelt unverzichtbar.
Auch an Bewertungsportalen herrscht kein Mangel. Egal, ob Sie ein Geschäft, eine Agentur, ein Restaurant, eine Arztpraxis oder ein sonstiges Unternehmen betreiben, Produkte oder Dienstleistungen anbieten – Portale wie Google, Trustpilot, Tripadvisor und Co. bieten die Möglichkeit, sich bewerten zu lassen.
Leider genießen Sie dadurch nicht nur Vorteile. Jedes Bewertungsportal birgt das Risiko von Fake-Bewertungen, die dem Ansehen Ihres Unternehmens schaden.
Die Frage lautet also: Auf welchen Bewertungsportalen sollten sich Firmen anmelden? Im folgenden Artikel erhalten Sie die Antwort. Wir haben die wichtigsten Portale verglichen und stellen ihnen deren Vorteile – aber auch Nachteile und Risiken – genauer vor. So finden Sie die besten Bewertungsportale für Ihre Zwecke.

Die wichtigsten Bewertungsportale im Überblick
1. Google
Google ist mit Abstand das wichtigste Portal für Online-Bewertungen. Eine Studie von Bright Local zeigt: 2025 nutzten 83 % aller Verbraucher diese Plattform, um Unternehmen zu vergleichen. Das liegt vor allem an der Fülle von Einträgen. Nahezu jedes Unternehmen ist heute in der Google Suche gelistet. Dazu gehören z. B. Restaurants, Geschäfte, Unterkünfte und andere Dienstleister.
Die Einträge müssen nicht von Firmen selbst angelegt werden. Auch User können Orte hinzufügen und anschließend bewerten. Voraussetzung dafür ist lediglich ein kostenloses Google-Konto. Unternehmen wiederum haben die Option, Informationen wie Öffnungszeiten sowie Fotos hinzuzufügen.
Vorteile
Große Reichweite: Unternehmen, die auf Google Maps gelistet sind, werden von Millionen Kunden gefunden – entweder in der Google-Suche oder auf Google Maps. Alle Google-Dienste sind auf dem PC oder als App verfügbar, was die Reichweite noch einmal erhöht.
Eingeschränkte Anonymität: Wer Orte auf Google bewertet, muss sich registrieren und einen Namen angeben. So lassen sich Rezensionen unter Umständen einem Kunden zuordnen. Völlig anonyme Bewertungen sind – anders als noch vor einigen Jahren – nicht mehr möglich.
Prüfverfahren: Google prüft alle Bewertungen vor der Veröffentlichung. Das Verfahren per KI ist äußerst gründlich, sodass viele Fake-Bewertungen gar nicht erst veröffentlicht werden. Allein im Jahr 2024 entfernte Google mehr als 200 Bewertungen, die den Richtlinien nicht entsprachen.
Nachteile
Unfreiwillige Einträge: Orte und Unternehmen auf Google Maps können von jedem Nutzer hinzugefügt werden. Oft kommt es vor, dass Firmenbesitzer ihren Eintrag nachträglich beanspruchen müssen. Dafür ist eine Verifizierung nötig. Erst dann können Sie das Unternehmensprofil verwalten und auf Bewertungen antworten.
Kundenkontakt wird nicht nachgeprüft: Zwar legt Google fest, dass Bewertungen auf den tatsächlichen Erfahrungen von Menschen beruhen müssen. Ob dies der Fall ist, kann das Portal jedoch kaum nachprüfen. Nachweise wie Käufe, Verträge oder Buchungen werden nicht verlangt.
Bewertungen ohne Text möglich: Google-User haben die Option, reine Stern-Bewertungen abzugeben. Ein Text wird nicht zwingend verlangt. Andere Nutzer können so nur schwer nachvollziehen, warum das Feedback positiv oder negativ ist.
Prüfverfahren anfällig für Fehler: Dass unangemessene Bewertungen blockiert werden, kommt Unternehmen zugute. Doch oftmals schießt Googles Algorithmus „über das Ziel hinaus“. Er stellt ohne Grund verdächtige Aktivitäten fest. In letzter Zeit werden z. B. vermehrt positive 5 Stern-Bewertungen entfernt, obwohl diese den Richtlinien entsprechen. Firmen geht so wertvolles Feedback verloren.
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2. Trustpilot
Ein weiteres Schwergewicht ist Trustpilot. Dieses Portal existiert bereits seit 2007 und verzeichnet jährlich mehr als 3 Millionen Bewertungen. Dabei liegt der Fokus auf den Erfahrungen, die Kunden mit Produkten oder Dienstleistungen von Unternehmen gemacht haben.
Vorteile
Aktualität: Nur, wer in den letzten 12 Monaten Erfahrungen mit einem Unternehmen gemacht hat, darf dieses Unternehmen bewerten. So möchte Trustpilot sicherstellen, dass die Erfahrungen aktuell und relevant sind. Im Zweifelsfall kann das Portal Nachweise des Kundenkontakts fordern.
Anmeldung nötig: Um auf Trustpilot eine Bewertung zu schreiben, müssen sich User registrieren. Dies schließt Missbrauch zwar nicht komplett aus. Doch zumindest verfügt Trustpilot über die Daten des Nutzers und muss diese in bestimmten Fällen weitergeben – z. B. wenn eine Bewertung strafrechtlich relevant ist.
Nachteile
Kundenkontakt nicht immer nachweisbar: Jeder Nutzer, der auf Trustpilot registriert ist, kann dort Unternehmen bewerten. Nachweise des Kundenkontakts werden beim Posten nicht abgefragt. So steigt die Gefahr von Fake-Reviews.
Problematische Meldefunktion: Ungerechtfertigte Bewertungen können Sie als Unternehmer an Trustpilot melden. Doch Vorsicht: Jede Meldung wird öffentlich angezeigt. Andere Nutzer könnten annehmen, Sie würden jegliche Kritik unterbinden. Dies weckt das Misstrauen von Kunden und schadet Ihrer Reputation.
Automatisches Löschen von Bewertungen: Wenn User ihren Trustpilot-Account löschen, werden die abgegebenen Bewertungen ebenfalls entfernt – anders als z. B. auf Google. So kann auch positives Feedback verschwinden.
Hier erfahren Sie mehr: Trustpilot Bewertung löschen lassen: So gehts, Anwaltstipps
3. Trustedshops
Trustedshops verfolgt das Ziel, Einkaufen im Internet transparenter und sicherer zu machen. Zum einen vergibt die Plattform ein Gütesiegel an vertrauenswürdige Unternehmen. Zum anderen profitieren Konsumenten vom Trustpilot-Käuferschutz. Dieser sichert bestellte Produkte bis zu einem Wert von 100 Euro ab. Eine dritte Säule von Trustedshops sind Bewertungen, mit denen Kunden Unternehmen vergleichen können.
Vorteile
Gütesiegel für mehr Vertrauenswürdigkeit: Um das Gütesiegel von Trustedshops zu erhalten, müssen Unternehmen ein manuelles Prüfverfahren durchlaufen. Dieses deckt eine Reihe von Kategorien ab: u. a. Transparenz der Online-Präsenz, Erreichbarkeit, Datenschutz und Sicherheit. Kunden sehen so, dass es sich um ein seriöses Unternehmen handelt – und sind eher geneigt, diesem Unternehmen zu vertrauen.
Bewertungen erst nach Bestellung möglich: Erst, nachdem Kunden ein Produkt bei Ihrem Unternehmen gekauft haben, können Sie eine Bewertung abgeben. Dafür ist die Angabe der Bestell-/Referenznummer nötig. Dieses geschlossene System sorgt für mehr Sicherheit. Es schließt Fake-Rezensionen von Personen, die keinen Kontakt mit dem Unternehmen hatten, aus.
Nachteile
Nicht kostenlos für Unternehmen: Für Verbraucher ist Trustedshops kostenlos. Sie können den grundlegenden Käuferschutz in Anspruch nehmen und Bewertungen schreiben. Unternehmen jedoch müssen für das Gütesiegel zahlen. Die Kosten richten sich nach dem jährlichen Umsatz und starten bei 119 Euro pro Monat.
Kein vollständiger Schutz gegen Fake-Bewertungen: Trustedshops verlangt einen Nachweis der Bestellung, damit Kunden eine Bewertung abgeben können. Diese Regel gilt jedoch nur für verifizierte Bewertungen. Daneben bindet Trustedshops importierte Bewertungen aus anderen Quellen ein. Zwar fließen diese nicht in das Gesamt-Rating ein. Sie sind jedoch trotzdem sichtbar und können der Reputation Ihres Unternehmens schaden.
Hier erfahren Sie mehr: Trustedshops Bewertung löschen ► So gehts, Anwaltstipps
4. Facebook
Das Social Media-Portal Facebook ist nicht nur für private Nutzer interessant. Auch Unternehmen nutzen die Chance, sich und ihre Produkte/Services dort zu präsentieren. Das verwundert nicht. Allein 2025 konnte Facebook mehr als 3 Milliarden aktive Nutzer vorweisen. Es handelt sich nach wie vor um die größte Social Media-Plattform weltweit.
Vorteile
Flexibilität bei der Social Media-Präsenz: Facebook lässt Unternehmen viel Freiheit. Anders als auf Google können Sie nicht nur grundlegende Infos wie Öffnungszeiten und Kontaktdaten angeben – sondern ihre Kunden auch auf dem Laufenden halten. Möglich sind z. B. regelmäßige Posts mit Fotos und Videos sowie Umfragen oder Links zu Gewinnspielen.
Direkter Kundenkontakt: Ein weiterer Vorteil ist die Facebook Messenger-Integration. Unternehmen können in Echtzeit auf die Anfragen von Kunden reagieren – ideal, wenn Sie eine direkte Social Media-Strategie bevorzugen. Zum Vergleich: Diese Option fehlt auf Seiten wie Google oder Trustpilot.
Empfehlungen statt Bewertungen: Im Unterschied zu Google setzt Facebook nicht mehr auf Sterne-Bewertungen. Stattdessen müssen sich Nutzer entscheiden, ob sie ein Unternehmen empfehlen oder nicht empfehlen wollen. In beiden Fällen ist ein Text von mindestens 25 Zeichen notwendig. Empfehlungen werden nicht nur im Profil des Unternehmens angezeigt. Auch Freunde des Rezensenten sehen sie in ihrem Newsfeed. So kann sich positives Feedback exponentiell verbreiten.
Ein weiterer Unterschied zu Google: Empfehlungen können deaktiviert werden. Unternehmen müssen sich also nicht auf Facebook bewerten lassen. Natürlich entgehen Ihnen damit auch positive Reviews.
Nachteile
Eingeschränkte Reichweite: Facebook-Bewertungen werden – anders als z. B. Reviews bei Yelp, Cylex oder Gelbeseiten – nicht direkt in der Google Suche angezeigt. Das dürfte daran liegen, dass Google und Facebook in Konkurrenz zueinanderstehen. Facebook als einzige Online-Präsenz zu nutzen, reicht daher nur selten aus, um die Reichweite eines Unternehmens zu maximieren.
Zeitlicher Aufwand: Der Austausch mit Kunden kann Ihr Geschäft fördern. Doch natürlich kostet es viel Zeit, regelmäßig auf Social Media zu posten. Dasselbe gilt für den Kundenkontakt per Facebook-Messenger. Die Option, jederzeit für Anfragen erreichbar zu sein, spricht nicht alle Unternehmer an.
Gefahr von Fake-Bewertungen: Natürlich hat Facebooks Bewertungs- bzw. Empfehlungssystem auch Schwächen. Da Nutzer nur zwei Optionen haben – „empfehlen“ oder „nicht empfehlen“ – könnten Kundenrezensionen weniger nuanciert sein. Auch die geforderten 25 Zeichen sind schnell erreicht. Ausführlich begründen müssen User ihre Meinung daher nicht.
In jedem Fall bleibt ein Missbrauchs-Risiko. Einzige Voraussetzung für Bewertungen ist ein Facebook-Konto. Da Facebook keine Nachweise des Kundenkontakts verlangt, könnten auch Außenstehende Ihr Unternehmen negativ bewerten.
Hier erfahren Sie mehr: Facebook Bewertung löschen lassen: So gehts, Anwaltstipps
5. Tripadvisor
Tripadvisor gehört zu den größten Reiseplattformen weltweit. Die Website konnte bereits mehr als 1 Milliarden Bewertungen sammeln. Im Zentrum stehen dabei Unterkünfte, Restaurants, Sehenswürdigkeiten und Reiseanbieter.
Vorteile
Enorme Reichweite: Tripadvisor-Einträge erscheinen in Suchmaschinen regelmäßig ganz oben. Wenn Ihr Unternehmen dort gelistet ist, können Sie daher eine Vielzahl an Urlaubern erreichen. Dasselbe gilt für Bewertungen. Diese werden nicht nur auf Tripadvisor, sondern auch auf externen Seiten wie Google angezeigt.
Marketing-Tools: Tripadvisor ist für Unternehmen kostenlos. Es gibt jedoch auch die Option, ein kostenpflichtiges Business Advantage-Konto zu erstellen. Dann können Sie direkte Links zu Ihrer Website posten, Sonderangebote hinzufügen, bestimmte Bewertungen hervorheben und auf fortgeschrittene Analyse-Tools zurückgreifen.
Bewertungen UND Buchungen möglich: Tripadvisor bietet mehr als nur eine Bewertungsfunktion. Kunden können dort auch Hotelzimmer buchen oder Essen bei Restaurants bestellen. Sie werden direkt zum jeweiligen Service weitergeleitet, was den Umweg über Google überflüssig macht.
Nachteile
Fake-Bewertungen: Nahezu jede Bewertungsplattform hat mit gefälschten Bewertungen zu kämpfen. Doch auf Tripadvisor scheint dieses Problem besonders gravierend zu sein. Dies dürfte an der enormen Bekanntheit liegen. Laut eigenen Angaben entfernte Tripadvisor allein im Jahr 2025 2,7 Millionen Fake-Reviews. Wie viele gefälschte Bewertungen unerkannt blieben, ist nicht bekannt. Manche Nutzer betrachten Tripadvisor deshalb mittlerweile skeptisch und weichen auf andere Portale aus, um Hotels zu vergleichen.
Keine Nachweise für Bewertungen nötig: Eine Bewertung auf Tripadvisor zu schreiben, ist denkbar einfach. Nutzer müssen dafür keine Buchungen, Reservierungen oder andere Nachweise ihrer Reise vorlegen. Dies erhöht das Risiko von Fake-Bewertungen.
Rechtliches Vorgehen gegen Tripadvisor schwierig: Unternehmen, die sich auf Tripadvisor registrieren, unterwerfen sich dessen Gerichtsstand. Dieser befindet sich in den USA. Ein rechtliches Vorgehen gegen die Plattform ist damit äußerst schwierig.
Hier erfahren Sie mehr: Tripadvisor Bewertung löschen ► So gehts, Anwaltstipps
6. Yelp
Seit 2004 bietet Yelp die Möglichkeit, Unternehmen zu finden und zu bewerten. Mehr als 200 Millionen Rezensionen wurden mittlerweile gepostet, was Yelp zu einer der größten Bewertungsplattformen weltweit macht. In einer Brightlocal-Studie rankt Yelp gleich auf dem zweiten Platz nach Google.
Vorteile
Branchenbuch und Bewertungen in einem: Yelp ist ein Branchenbuch. Das heißt, Nutzer können nach bestimmten Kategorien in ihrer Umgebung suchen. Gleichzeitig werden beliebte Ergebnisse an anderer Stelle angezeigt. Wird ein Unternehmen z. B. auf Yelp positiv bewertet, erscheint es auch in der Google-Suche oft weiter oben.
„Geheimtipp“ in Deutschland: Zwar ist Yelp auch in Deutschland bekannt. Das Portal wird jedoch von weit weniger Menschen genutzt als in den USA. Dies wiederum bedeutet: Die Konkurrenz ist hierzulande kleiner. Vor allem Nischen-Unternehmen könnten es leichter haben, auf Yelp gefunden zu werden.
Nachteile
Firmensitz im Ausland: Yelp hat seinen Firmensitz nicht in Deutschland, sondern in Irland. Wer sich auf Yelp registriert, unterwirft sich dem irischen Gerichtsstand. Dies erschwert ein rechtliches Vorgehen gegen das Portal.
Hier erfahren Sie mehr: Yelp Bewertung löschen lassen ► So gehts, Anwaltstipps
7. Cylex
Ein weiteres wichtiges Branchenbuch ist Cylex. Die Website existiert seit mehr als 16 Jahren und enthält über 5 Millionen Einträge – allein in Deutschland. Unter anderem können Nutzer dort nach Geschäften, Arztpraxen, Therapeuten und anderen Kategorien in ihrer Nähe suchen.
Vorteile
Große Reichweite: Cylex gehört zu den größten Branchenbüchern im deutschsprachigen Raum. Die Zahl der monatlichen Aufrufe wird auf über 19 Millionen geschätzt. Dementsprechend haben Firmen die Chance, ein breites Publikum zu erreichen.
Kostenloser Firmeneintrag: Cylex ist für Nutzer UND Unternehmen kostenlos. Sie können einen Basiseintrag erstellen und wichtige Infos wie Öffnungszeiten, eine Beschreibung sowie Fotos und Videos hinzufügen. Zusätzlich bietet Cylex Premium-Einträge an. Diese kosten etwa 10 Euro pro Monat und werden in den Suchergebnissen bevorzugt angezeigt.
Möglichkeit, den Firmeneintrag zu entfernen: Zumindest theoretisch können Firmen Ihren Eintrag auf Cylex entfernen lassen. Eine entsprechende Option findet sich im Cylex-Firmenprofil. Viele andere Bewertungsportale bieten diese Möglichkeit nicht oder verstecken sie gekonnt.
Nachteile
Anonyme Bewertungen möglich: User müssen sich nicht registrieren, um auf Cylex eine Bewertung abzugeben. Die Hürde für Fake-Rezensionen ist deshalb niedriger als auf vielen anderen Portalen. Zwar verlangt Cylex auch von anonymen Rezensenten die Angabe einer E-Mail-Adresse. Doch das Portal muss persönliche Daten nur offenlegen, wenn es per Gerichtsbeschluss dazu aufgefordert wird.
Keine Änderung der Bewertung möglich: Nutzer, die eine Bewertung auf Cylex verfasst haben, können diese Bewertung nicht selbst ändern oder löschen. Stattdessen müssen sie sich an den Cylex-Support wenden. Ein Anspruch auf Löschung besteht nur dann, wenn die Bewertung gegen die Cylex-Richtlinien und/oder geltendes Recht verstößt.
Zwangsprofile auch auf Cylex möglich: Zwar können Firmen Cylex bitten, ihren Firmeneintrag zu löschen. Doch ob der Cylex-Support dieser Aufforderung nachkommt, ist eine andere Frage. Rein rechtlich gesehen müssen sich Firmen im Internet bewerten lassen. Sog. „Zwangsprofile“ sind daher auch auf Cylex erlaubt.
8. Kununu
Kununu ist speziell auf Arbeitnehmer zugeschnitten, die ihren Arbeitgeber bewerten möchten. Unter anderem können Mitarbeiter dort Angaben zum Gehalt, der Arbeitskultur oder den Fortbildungsmöglichkeiten machen.
Das Portal wurde 2007 gegründet und ist mittlerweile in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertreten. Mehr als 1 Millionen Firmen wurden bereits bewertet, was Kununu zum Marktführer in diesem Bereich macht.
Vorteile
Employer Branding: Qualifizierte Mitarbeiter zu finden, ist heute herausfordernder denn je. Hier kommen Kununu-Bewertungen ins Spiel. Firmen mit einem positiven Rating können sich vor ihren Konkurrenten platzieren und mehr Bewerber anlocken. Außerdem erhalten sie wertvolle Einblicke, wie sich die Zufriedenheit der Mitarbeiter verbessern lässt.
Präsentation des Unternehmens: Als Arbeitgeber müssen Sie auf Kununu nicht passiv bleiben. Sie haben auch die Möglichkeit, ihre Firma genauer vorzustellen. Dazu gehören z. B. Beschreibungstexte sowie Links zur eigenen Website und Social Media-Kanälen.
Änderung von Bewertungen möglich: Viele Arbeitgeberbewertungen werden im Affekt verfasst. Wohl auch darum bietet Kununu die Möglichkeit, eigene Bewertungen nachträglich zu ändern und zu löschen. Dies ist nicht auf allen Portalen möglich.
Nachteile
Anonymität der User: Wie die meisten Bewertungsportale erlaubt Kununu anonyme Rezensionen. Dies schützt Arbeitnehmer vor Repressionen. Für Firmen kann es schwierig oder gar unmöglich sein, den Verfasser ausfindig zu machen. Nur wenn ein Rechtsverstoß vorliegt, muss Kununu die Identität der Rezensenten offenlegen.
Kein Nachweis des Arbeitnehmer-Verhältnisses: Nur Personen, die für ein Unternehmen arbeiten, gearbeitet oder sich beworben haben, dürfen dieses Unternehmen auf Kununu bewerten. Nachweise verlangt die Website jedoch nicht beim Posten – sondern erst, wenn eine Bewertung angefochten wird.
Externe Sichtbarkeit von Kununu-Rezensionen: Kununu-Rezensionen sind nicht nur auf dem Portal selbst sichtbar. Sie werden auch auf anderen Websites – z. B. Xing – eingebettet. Bei positivem Feedback kann das wünschenswert sein. Doch negative Fake-Kommentare verbreiten sich so noch schneller und schaden Ihrer Reputation.
Hier erfahren Sie mehr: Kununu Bewertung löschen lassen ► So gehts, Anwaltstipps
Welche Regeln gelten für Online-Bewertungen?
Das Internet ist bei weitem kein rechtsfreier Raum. Dies wissen auch Bewertungsportale – und haben Richtlinien aufgestellt, an die sich Nutzer halten müssen. Obwohl die genauen Regelungen von Portal zu Portal unterschiedlich sind, gibt es einige Gemeinsamkeiten. Verboten sind z. B.
Bewertungen, die auf fremden Erfahrungen beruhen
manipulierte oder gekaufte Bewertungen
Beleidigung, Hassrede, Belästigung etc.
jugendgefährdende Inhalte
Spam und unerlaubte Werbung
Solche Bewertungen müssen entfernt werden. Dasselbe gilt für Beiträge, die gegen das Strafrecht verstoßen – etwa Beleidigung, Verleumdung, üble Nachrede oder Volksverhetzung.

Müssen sich Unternehmen Online bewerten lassen?
Unternehmen müssen sich auf Bewertungsplattformen wie Google, Trustpilot oder Tripadvisor bewerten lassen – auch wenn sie den Unternehmenseintrag nicht selbst hinzugefügt haben. So entschieden deutsche Gerichte bereits mehrfach.
Hinter der Bewertungspflicht stehen vor allem zwei Dinge: Die Meinungsfreiheit (Art. 5 GG) und das Interesse der Öffentlichkeit. Kunden dürfen ihre Meinung zu einem Unternehmen abzugeben, sofern sie dabei nicht gegen geltendes Recht verstoßen. Dabei helfen sie anderen Nutzern dabei, Unternehmen zu vergleichen und eine Entscheidung zu treffen.
Unternehmen wiederum können einzelne Bewertungen löschen lassen, wenn diese gegen die Richtlinien der Seite und/oder geltendes Recht verstoßen. Bewertungen generell zu deaktivieren, ist jedoch nicht erlaubt.
Sie haben eine negative Fake-Bewertung erhalten? Kontaktieren Sie uns!
Google, Trustpilot, Cylex und Co. mögen unterschiedlich funktionieren – doch eines haben all diese Portale gemeinsam: Sie müssen sich an geltendes Recht halten. Werden Sie in Bewertungen beleidigt? Verbreitet ein Rezensent falsche Tatsachen? Liegt überhaupt kein Kundenkontakt vor? Dann kommen wir ins Spiel.
Als Rechtsanwaltskanzlei mit Fokus auf IT- und Medienrecht wissen wir genau, welche Bewertungen Online verboten sind. Wir wenden uns direkt an das Portal und sorgen dafür, dass die Fake-Bewertung gelöscht wird. So bleibt Ihre Reputation intakt.
Kontaktieren Sie uns noch heute für eine kostenlose Erstberatung. Dann können wir weitere Schritte für Sie ergreifen.
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